Ministerpräsident Dietmar Woidke hat der NS-Zeitzeugin Dr. Eva Bäckerová den Verdienstorden des Landes Brandenburg ausgehändigt. Woidke betonte heute bei der Zeremonie in der Potsdamer Staatskanzlei, die Slowakin habe als Überlebende der Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen unvorstellbares Leid erfahren. Vor diesem Hintergrund leiste sie seit Jahren als Zeitzeugin einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen. Woidke wörtlich: „Sie bietet dem Vergessen die Stirn und gibt dem Erinnern eine Stimme.“ Frau Bäckerová war zur Auszeichnungsveranstaltung anlässlich des Verfassungstages im Juni verhindert.

Woidke verwies darauf, dass die Vorsitzende des Internationalen Ravensbrück- Komitees Verantwortung in verschiedenen Gremien übernommen hat und dies stets mit einem engen Bezug zur eigenen Geschichte verbindet. „Frau Bäckerová war noch Kind, als sie nach Ravensbrück deportiert wurde. Heute hilft sie, die Geschichte des Frauenlagers auch für nachfolgende Generationen erfahrbar zu machen.“ Als Mitbegründerin der Organisation „The Hidden Child“ gehe es ihr um die Wahrnehmung und Erinnerung jüdischer Überlebender, die während der Zeit des Holocaust Kinder waren. Einen großen Forschungsbeitrag habe sie durch Recherchen und das Anlegen einer Datenbank über slowakische Inhaftierte geleistet.
Woidke erinnerte daran, dass Frau Bäckerová seit 2004 auch Mitglied im internationalen Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist. Er resümierte: „Wir dürfen das unvorstellbare Unrecht von Ravensbrück und die Opfer aus ganz Europa niemals vergessen. Frau Bäckerová gilt unser Dank für ihren unermüdlichen Einsatz für die Erinnerungskultur.“

Fotos zum Download (Quellenangabe brandenburg.de)