Am 20. Mai 2026 fand die turnusmäßige Mitgliederversammlung des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement in der Potsdamer Staatskanzlei statt. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von der Ministerin und Chefin der Staatskanzlei, Kathrin Schneider. Diese stellte sich knapp eine Stunde lang den Fragen und Hinweisen der Mitglieder des Landesnetzwerks. Im Mittelpunkt der angeregten Diskussion stand dabei die Frage wie Staat und Zivilgesellschaft trotzt finanzieller Anspannung das Ehrenamt stärken und attraktiv halten können. Vor allem Maßnahmen des Rückbaus von Bürokratie wurden dabei in den Fokus gerückt. Zu diesem Thema tauschten sich die Teilnehmenden auch im weiteren Verlauf der Veranstaltung aus. Dabei wurden erste Hürden für Engagierte in deren Ehrenamtsalltag identifiziert, auf deren Grundlage in den nächsten Wochen eine Stellungnahme des LBE zum Thema erarbeitet werden soll.

Darüber hinaus tauschten sich Mitglieder und Interessierte des LBE zu verschiedenen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit aus. Ziel ist es sowohl das Engagement in Brandenburg als auch das Landesnetzwerk selbst sichtbarer zu machen. Dafür wurden unter anderem ersten Überlegungen zur Beteiligung an der diesjährigen Woche des Bürgerschaftlichen Engagements erarbeitet. Die Mitmachkampagne findet vom 11. bis 20. September 2026 statt und hat das Motto „Miteinander Zukunft gestalten“.
Der Sprecherrinnenrat des LBE gab zudem einen zusammenfassenden Bericht über seine Aktivitäten der vergangenen sechs Monate, zeigte erreichte Ziele und laufende Projekte auf und stand für Rückfragen zur Verfügung.
Abschließend gab es einen offenen Austausch zur aktuellen Lage der Mitgliedsorganisationen des LBE, in dem Bedürfnisse, Herausforderungen und mögliche nächste Schritte besprochen wurden.
Deutlich wurden dabei zwei allgemeine aktuelle Herausforderungen für das Ehrenamt in Brandenburg. Das ist zum einen die finanziell angespannte Lage öffentlicher Haushalte und zum anderen der Druck auf Engagierte, die sich immer öfter demokratiefeindlichen Äußerungen und Anfeindungen gegenübersehen.
Der Sprecherinnenrat wird die erörterten Themen auch im Austausch mit anderen Netzwerkpartnern weiter bearbeiten.
