Er ist Mutmacher und Wegbereiter, der Menschen hilft, einen Weg aus der Sucht zu finden: Für seinen Einsatz als Gruppenleiter einer Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes ist Klemens Janzen heute von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke im Format „Ehrenamt des Monats“ ausgezeichnet worden. Woidke betonte bei seinem Besuch in Hohen Neuendorf: „Wer Menschen in schwierigen Lebenslagen begleitet, zuhört und ihnen Mut macht, leistet einen so wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Gerade in der Suchtberatung braucht es Vertrauen, Verständnis und menschliche Nähe. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt. Herzlichen Dank für all die Zeit, die Sie in diese besondere Gruppe stecken.“

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Klemens Janzen

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Klemens Janzen

Woidke weiter: „Sucht betrifft alle Altersgruppen, alle Berufsgruppen, alle Teile unserer Gesellschaft. Niemand ist davor gefeit. Und deswegen steht es auch niemandem zu, darüber zu richten und zu urteilen. Wichtig ist ein Umfeld, in dem offen gesprochen werden kann und Verständnis herrscht. Dafür steht Klemens Janzen exemplarisch. Dafür stehen auch alle anderen, die sich beim Blauen Kreuz engagieren. Herzlichen Dank für all die Zeit und das Engagement.“

Klemens Janzen ist Ansprechpartner für 40 Frauen und Männer, die von Sucht betroffen sind. Er bereitet die wöchentlichen Gruppenabende vor und führt diese durch, ist Ansprechpartner für Gruppenmitglieder, die bei akutem Bedarf oder nach einem Rückfall Hilfe benötigen. Er sucht die Betroffenen zu Hause auf und bietet direkte Hilfe an. Er motiviert nach einem Rückfall immer wieder dazu, weiterzumachen. Diesem Einsatz widmet er fast seine gesamte Freizeit.

Hintergrund

Das Blaue Kreuz in Deutschland e.V. ist ein Suchthilfeverband der Diakonie mit dem Auftrag, Suchtkranken und Angehörigen zeitgemäß und kompetent zu helfen sowie einer Suchtentwicklung vorzubeugen. Die angebotene Suchtkrankenhilfe wird durch ehrenamtliche Kontakt- und Beratungsstellen sowie in vielen Selbsthilfegruppen realisiert. Die Selbsthilfegruppe in Hohen Neuendorf ist beim Blauen Kreuz angesiedelt. Aufgrund der hohen Mitgliederzahl wurde im vergangenen Jahr ein eigener Verein gegründet, der eng mit der Suchtstation des Krankenhauses Hennigsdorf zusammenarbeitet.