Ehrenamt in Brandenburg
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Tack würdigt ehrenamtliches Engagement gegen HIV und Aids

Aids-Prävention ist und bleibt ein wichtiges Thema der Gesundheitspolitik der Landesregierung

„Das Ehrenamt bildet das Rückgrat unseres Gemeinwesens. In vielen Bereichen der Gesellschaft sind ehrenamtliches Engagement nicht mehr wegzudenken – so auch im HIV/Aids-Bereich“, sagte Gesundheitsministerin Anita Tack heute auf einem Erfahrungsaustausch mit Vertreterinnen und Vertretern von ehrenamtlichen Vereinen, Institutionen und Initiativen. Sie würdigte die Arbeit und versicherte den Teilnehmenden, dass das Gesundheitsministerium auch künftig die Arbeit unterstützen werde. Mit rund 170.000 Euro fördert das Ministerium 2014 die HIV/Aids-Prävention und -Beratung.Für eine übergreifende Zusammenarbeit wurde vor 12 Jahren die „Initiative Brandenburg – Gemeinsam gegen Aids“ gegründet. Dieses Gremium bietet allen interessierten Vereinen, Organisationen, Institutionen und Initiativen im Land Brandenburg die Möglichkeit der Kooperation, des Austausches und der Arbeit an gemeinsamen Zielen. „Die Aids-Prävention ist und bleibt ein wichtiges Thema der Gesundheitspolitik der Landesregierung. Wer sich freiwillig engagiert, leistet einen Beitrag zu einer Gesellschaft, die auf Vertrauen, Solidarität, Eigeninitiative und Verantwortung setzt“, so Tack.

Brandenburg fordert seit langem ein bundesweites Gesetz zur Förderung der Prävention, das Gesundheitsvorsorge nachhaltig in allen Politikfeldern und Lebensbereichen verankert und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe von allen Sozialleistungsträgern gemeinsam und ausreichend finanziert wird. Dazu die Ministerin: „Es geht um größere gesundheitliche Chancengleichheit in allen Gruppen und Schichten der Bevölkerung. Insbesondere sozial bedingte Ungleichheit bei Kindern und Jugendlichen können so überwunden werden.“

In Brandenburg lebten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Ende 2012 etwa 780 Menschen mit HIV, ca. 190 davon sind Frauen. Es wird davon ausgegangen, dass sich 2012 rund 100 Menschen neu mit HIV infiziert haben, davon etwa 80 Prozent Männer. Die Zahl der Personen, die sich mit HIV infiziert haben, aber bisher noch nichts von ihrer Infektion wissen, wird in Brandenburg auf ca. 360 geschätzt. Das RKI registrierte 2013 für Brandenburg bislang 61 neudiagnostizierte HIV-Infektionen.

Deutschlandweit lebten 2012 nach Angaben des RKI rund 78.000 Menschen mit einer HIV-Infektion, ungefähr 3.400 Menschen haben sich neu 2012 mit HIV infiziert.

(Pressemitteilung MUGV vom 11.03.2014)

2014-03-13T14:33:41+00:0011. 03. 2014|