2026-06-04T00:00:00+02:00
Lade Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen

Engagement und Demokratieförderung werden häufig in einem Atemzug genannt. Aber was genau wird eigentlich gemeint, wenn Engagement gesprochen wird? Und warum führen unterschiedliche Verständnisse zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft immer wieder zu Missverständnissen in der Zusammenarbeit?

Diese Spannungsfelder werden im Fachforum des Landesnetzwerks Bürgerengagement Berlin in den Blick genommen.

Denn auf der einen Seite steht die eher staatlich geprägte Erzählung von Engagement als „Kitt der Gesellschaft“: als Ausdruck von Solidarität und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig schwingt hier oft die Erwartung mit, dass Engagement auch dort einspringt, wo politische Lösungen fehlen – mit der Gefahr, zur Lückenbüßerin zu werden.

Demgegenüber steht ein zivilgesellschaftlich geprägtes Verständnis von Engagement als politische Selbstwirksamkeit: als Beteiligung, Mitgestaltung und das Einbringen eigener Perspektiven. Engagement ist hier ausdrücklich mehr als Ehrenamt – es ist Teil demokratischer Aushandlung.

Diese unterschiedlichen Narrative haben konkrete Folgen: für Kooperationen, für Erwartungen und für die Frage, wie viel demokratisches Potenzial in Engagement tatsächlich zur Geltung kommt.

Möchten Sie den Artikel teilen?

Nach oben