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Menschenrechtszentrum Cottbus erhält Deutschen Engagementpreis


 

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat dem Menschenrechtszentrum Cottbus zur Auszeichnung mit dem Deutschen Engagementpreis 2015 gratuliert. Der Trägerverein, der die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus betreibt, erhält in der Kategorie „Demokratie stärken“ ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Woidke betonte heute in Potsdam: „Das ehemalige Zuchthaus, das zu DDR-Zeiten die größte Haftanstalt für politische Gefangene war, ist heute ein bundesweit einmaliges Projekt in unserer Erinnerungslandschaft. Ehemalige politische Gefangene erinnern an die Schicksale der Verfolgten in der Zeit des Nationalsozialismus, der sowjetischen Besatzungsmacht und der SED-Diktatur. Mit ihrem beispielhaften Engagement leisten die Vereinsmitglieder einen wichtigen Beitrag, besonders jungen Menschen die Bedeutung von Demokratie zu vermitteln.“

Die Jury begründete die Auszeichnung mit der hohen Professionalität und der Tiefe der Aufarbeitung der Haftanstaltsgeschichte. Insgesamt wurden Projekte aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Brandenburg und Berlin geehrt.

Kürzlich hatte Kulturstaatssekretär Martin Gorholt an das Menschenrechtszentrum einen Förderbescheid aus Bundes- und Landesmitteln in Höhe von insgesamt 312.000 Euro zur Aufarbeitung der Geschichte des ehemaligen Zuchthauses übergeben.

(Foto: Laudatorin Prof. Dr. Gesine Schwan mit Vertretern des Menschenrechtszentrum Cottbus, Foto Marc Darchinger)

2015-12-15T11:08:50+00:00 8. 12. 2015|